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„Ein antifaschistischer Staat? Zum Umgang mit nationalsozialistischer Vergangenheit und Rechtsextremismus in der DDR“

Donnerstag, 8. Oktober @ 18:0020:00
Kostenlos

Im Gespräch sind Dr. Volker Höffer, Leiter der Außenstelle des Stasi-Unterlagenarchivs Rostock, und Dr. Lars Tschirschwitz, stellv. Landesbeauftragter für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Die DDR verstand sich als sozialistische Gesellschaft, in der Faschismus und andere rechtsextreme Ideologien nicht mehr existierten. Dass Anspruch und Wirklichkeit in erheblichen Teilen der Bevölkerung von Anfang an auseinanderklafften, wurde vom Machtapparat der SED zwar immer registriert, aber nie offiziell bzw. öffentlich als Problem thematisiert.

In den 1970er/80er Jahren beobachteten Staatssicherheit und Volkspolizei die Entstehung einer neuen rechtsextremen Subkultur, der sie mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und Methoden jedoch nicht begegnen konnten bzw. wollten. Angriffe auf Vertragsarbeiter aus Kuba, wie die 1979 in Merseburg tödlich endenden, oder auf jugendliche Punks in der Zionskirche 1987 waren weniger Anlass zur Aufklärung als zu Maßnahmen der Verschleierung.

Im Gespräch beleuchten Volker Höffer und Lars Tschirschwitz, wie es in der DDR um die Aufarbeitung des Nationalsozialismus sowie den Umgang mit Fremdenfeindlichkeit, Ausländerhass und Antisemitismus stand, und was den DDR-Behörden über einschlägige Personen und Gruppen bekannt war. Sie diskutieren auch, was die Art, wie SED, Stasi und Volkspolizei mit dem Problem umgingen, über das politische System der DDR aussagt.

Überdies zeigt Volker Höffer an Fallbeispielen und Stasi-Akten aus dem ehemaligen DDR-Bezirk Rostock die Dimension am Ende der DDR – auch als Hypothek für die Zeit nach Friedlicher Revolution und Wiedervereinigung 1989/90.

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Details

  • Datum: Donnerstag, 8. Oktober
  • Zeit:
    18:00 – 20:00
  • Eintritt: Kostenlos

Veranstalter

Veranstaltungsort

  • RITZ Regionales Informations-und TourismusZentrum
  • Peenestr. 1a
    Anklam, Mecklenburg-Vorpommern 17389 Germany
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  • Telefon 03971 835 154