71 Radfahrer setzen Zeichen für sicheren Radweg

71 Radfahrer setzen Zeichen für sicheren Radweg

Friedland/Kavelpaß/Boldekow/Sarnow. Mit 71 Teilnehmerinnen und Teilnehmern setzte die Fahrraddemonstration der Interessengemeinschaft Gemeinde Boldekow (IGB) am Sonnabend ein deutliches Zeichen für mehr Verkehrssicherheit und bessere Mobilität im ländlichen Raum. Die Veranstaltung war zugleich die vierte Fahrradtour der IGB und die zweite Demonstration für einen sicheren Radweg entlang der Bundesstraße zwischen Kavelpaß und Wusseken.

Bereits vor dem Start in Friedland herrschte Aufbruchsstimmung. Die mit Flyern geschmückten Fahrräder machten das Anliegen der Demonstration weithin sichtbar. Vom fünfjährigen Kind bis zu Senioren waren nahezu alle Generationen vertreten.

Unterstützt von Mitgliedern des ADFC und begleitet von der Polizei führte die Route über Kavelpaß nach Boldekow und weiter nach Sarnow. Der lange Demonstrationszug zeigte eindrucksvoll die starke Beteiligung. Viele Autofahrer begegneten den Radlern mit freundlichem Winken, Daumen hoch oder zustimmendem Hupen.

Zum Gelingen trug erneut der „Besenwagen“ bei. Das Begleitfahrzeug mit Anhänger führte Ersatzräder mit und stand bei technischen Problemen bereit.

Besonders deutlich wurde unterwegs, warum der geforderte Radweg benötigt wird. Einige Teilnehmer konnten weder die schwer befahrbaren Schotterwege abseits der Bundesstraße nutzen noch die Bundesstraße selbst sicher befahren und mussten zurück nach Friedland gebracht werden. Für viele Menschen geht es beim Radweg deshalb nicht um Komfort, sondern um Teilhabe. Kinder, Familien, Senioren, Dreiradfahrer und Menschen mit Einschränkungen brauchen sichere Verbindungen, um Nachbarorte, Freizeitangebote und Alltagsziele überhaupt mit dem Fahrrad erreichen zu können.

Nach einem Halt am Gemeindehaus in Boldekow führte die Tour weiter nach Sarnow. Dort sorgten Kaffee, kalte Getränke und selbstgebackener Kuchen für eine willkommene Stärkung.

Anschließend ging es zur Softeisdiele in Sarnow Ausbau. Beim gemeinsamen Picknick hinter der Eisdiele klang der Tag in entspannter Atmosphäre aus. Für die musikalische Begleitung sorgte die Gruppe „Viel Lärm um Nichts“.

Die Demonstration machte deutlich, dass Radwege im ländlichen Raum weit mehr sind als Freizeitangebote. Sie verbinden Orte, schaffen sichere Mobilität für Menschen jeden Alters und stärken die Lebensqualität in der Region.

Die Organisatoren der IGB zogen ein positives Fazit und dankten allen Beteiligten – von den Mitradelnden über die ehrenamtlichen Helfer, den ADFC und die Polizei bis zu den Gastgebern in Sarnow, den Betreibern der Softeisdiele und der Gruppe „Viel Lärm um Nichts“.

Die große Beteiligung zeigte: Der Wunsch nach einem sicheren Radweg in der Region ist unübersehbar. Nun bleibt die Hoffnung, dass dem deutlichen Signal auch konkrete Schritte folgen..

Sehen Sie hier einen Bericht über die Demo beim NDR.

Lesen Sie auch den Beitrag „Fahrradfahren in Mecklenburg-Vorpommern: Vergnügen oder Gefahr?“ von Finn Winckler auf ndr.de.

Avatar von Veit Vielhaber

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